Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

Das Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich
(Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz – EEWärmeG)
vom 07. August 2008 ist seit dem 01. Januar 2009 rechtsverbindlich eingeführt.


Nutzungspflicht und Anteil Erneuerbarer Energien

Nach diesem Gesetz müssen Eigentümer (Verpflichtete) von Gebäuden, die neu errichtet werden,  den Wärmeenergiebedarf durch die anteilige Nutzung von Erneuerbaren Energien wie folgt decken:

Erneuerbare Energie Anteil am Wärmebedarf
solare Strahlungsenergie mindestens 15 Prozent
gasförmige Biomasse mindestens 30 Prozent
flüssige Biomasse mindestens 50 Prozent
Geothermie und Umweltwärme     mindestens 50 Prozent

 








Dies gilt sowohl für Wohngebäude als auch für Nichtwohngebäude.


Ersatzmaßnahmen

Die Pflicht gilt auch als erfüllt, wenn Verpflichtete Ersatzmaßnahmen ergreifen.
Dazu gehören:

1.    Der Wärmeenergiebedarf wird zu mindestens 50 Prozent
       -    aus Anlagen zur Nutzung von Abwärme
       -    unmittelbar aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen)
        gedeckt.

2.    Es werden Maßnahmen zur Einsparung von Energie getroffen, bei denen
       -    der jeweilige Höchstwert des Jahres-Primärenergiebedarfs und
       -    die Anforderungen an die Wärmedämmung der Gebäudehülle nach der geltenden EnEV

       um mindestens 15 Prozent unterschritten werden.

3.    Der Wärmebedarf wird unmittelbar aus einem Netz der Nah- oder Fernwärmeversorgung gedeckt.


Förderung

Die Nutzung Erneuerbarer Energien für die Erzeugung von Wärme wird durch den Bund gefördert.

Gefördert werden können:

  1. solarthermische Anlagen
  2. Anlagen zur Nutzung von Biomasse
  3. Anlagen zur Nutzung von Geothermie und Umweltwärme
  4. Nahwärmenetze, Speicher und Übergabestationen für Wärmenutzer, wenn sie auch aus Anlagen nach den Nummern 1 bis 3 gespeist werden.

Hinweise über die Förderprogramme finden Sie hier!

Ordnungswidrigkeit

Wer vorsätzlich oder leichtfertig gegen das EEWärmeG verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann.